Mit Musik und Gesang den Mai begrüßt  - Akkordeonorchester spielte im Sackmuseum
Eingetragen am 27.04.2014 08:49 Uhr
Pünktlich zum 1. Mai traf sich der Heimatverein Nieheim in der Museumsdeele des Sackmuseum in Nieheim, Wasserstraße 6 zum gemeinsamen Frühlingssingen. Bei bunter Frühlingsblumendekoration, duftendem Kaffee und Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne kam sofort gute Laune auf. Der Singtreff wurde wieder vom Heimatverein Nieheim eV organisiert. Das musikalische Zepter hatte dabei Marianne Lippe in der Hand, die das Akkordeonorchester „El Mikado“ leitet und betreut. Die Musiker treffen sich schon seit Jahren aus reiner Freude am Instrument. Vorrang hat in jedem Fall der Spaß am Musizieren  und ein falscher Ton wird weggeschmunzelt. Gesungen wurden Lieder passend zur Jahreszeit.



„Schlaufüchse“ vom Familienzentrum Nieheim besuchen das Sackmuseum
Eingetragen am 22.03.2014 18:14 Uhr
„Schlaufüchse“ nennt sich die Gruppe von Kindern des Familienzentrum St. Nikolaus, die im Sommer dieses Jahres zur Grundschule wechseln. Schon seit einigen Jahren folgen diese Kinder einer Einladung in das örtliche Sack- und Heimatmuseum. „Kommt erst mal in die Küche!“, so wurden Hannah, Amelie, Laura, Celina, Tim, Phil  und weitere Kinder vom Museumsführer Gerhard Schütze und seinem Kollegen Rudolf Müller begrüßt. Denn, so erfuhren die Kinder, war es früher üblich, wenn man in ein Haus kam, um jemanden zu besuchen. In der Küche war es immer gemütlich und kuschelig warm.
Hier durften die jungen Besucher zu Beginn den alten Küchenherd mit weiteren Holzscheiten bestücken, um heißes Wasser für den Tee zu bereiten. Nebenbei lernten sie den Spülstein kennen und fanden heraus, was sich hinter einem Überhandtuch verbirgt. Fließendes Wasser gab es früher nicht überall im Haus und so fand eine urige Waschkommode lebhaftes Interesse, an der man sich morgens wusch. Auch die anderen Einrichtungsgegenstände der alten Bauernküche wurden von den neugierigen Kindern ausgiebig erkundet und regten zu vielen Fragen an, die vom Museumspersonal beantwortet wurden. Alle nahmen am langen Küchentisch mit der großen Bank und den alten Stühlen Platz, wo vor vielen Jahrzehnten drei Generationen beieinander saßen. Hier lernten die Kinder auch die Funktion einer alten Kaffeemühle kennen und in einem Ratespiel wurde herausgefunden, welche heute gebräuchliche Gegenstände in den Küchen ihrer Großeltern noch garnicht vorhanden waren.
In den oberen Etagen des Museums lernten die „Schlaufüchse“ den großen Strohsack kennen, der früher als Matratze diente, die Zinkwanne und das Waschbrett, welches zum Einsatz kam, als es noch keine Waschmaschine gab.  Großes Gedränge gab es vor der Vitrine mit den Spielzeugsäcken. Zurück in der Museumsküche, deutete der flötende Wasserkessel auf dem Herd an, dass der Tee zubereitet werden konnte. Bei selbstgebackenem Kuchen waren sich die Kinder einig: „Hierher müssen wir unbedingt noch einmal mit unseren Eltern und Geschwistern kommen!“

Sonderausstellung mit  Werken von Fr.-W.-Weber im Sackmuseum
Eingetragen am 21.02.2014 11:08 Uhr
Das Sackmuseum in Nieheim wartet mit einer neuen Sonderausstellung auf. Anlässlich des 120. Todestages von Friedrich-Wilhelm Weber am 5. April werden weit über 100 gedruckte Werke des Heimatdichters bis zum 27. April 2014 ausgestellt. In mehreren Vitrinen finden die Besucher von der ersten, billigen Volksausgabe des Epos ‚Dreizehnlinden‘ bis zur illustrierten Prachtausgabe von 1896 eine sehenswerte Sammlung. Darunter auch zahlreiche Gedichtbände wie : Vaterunser, Herbstblätter, Marienblumen, Herrgottblumen  sowie Bände mit Liedtexten von Fr.-W. Weber. Zu den Besonderheiten der Ausstellung zählen unter anderem stenographisch geschriebene Ausgaben von Dreizehnlinden und Goliath des Gymnasiasten Hermann Fischer aus dem Jahr 1895. Ferner wissenschaftliche Arbeiten zu Werken Webers wie:  „Die Beziehung Webers zur nordischen Dichtung“.
„Nur noch wenigen sind der Arzt, Politiker und Dichter Friedrich-Wilhelm Weber (1813 – 1894) und seine Werke bekannt“, so Ulrich Pieper, Vorsitzender des Heimatvereins Nieheim und Leiter des vereinseigenen Museums, gleichzeitig Mitglied der Webergesellschaft. Große Unterstützung beim Aufbau der Ausstellung  fand Pieper durch Wolfgang Rinschen, der ab 1980 während seiner Lehrtätigkeit in der Heimvolkshochschule Weberhaus Nieheim, dem letzten Wohnsitz Webers, Leben und Werke des  Dichterarztes intensiv zu erforschen begann.
„‚Dreizehnlinden‘ wurde zwischen 1878 und heute im Verlag Schönigh, Paderborn in über 60 unterschiedlichen Ausstattungen – völlig abgesehen von der farblichen Gestaltung der Buchdecken – veröffentlicht. Das Angebot umfasste neben der Originalausgabe (1878-1929) verschiedenen Jubiläums-, Salon- und Prachtausgaben auch billige Volks- und Schulausgaben. Nach 1928 haben 26 weitere deutsche Verlage ‚Dreizehnlinden‘ aufgelegt. Übersetzt und veröffentlicht wurde das Weber-Epos im europäischen Raum in 9 Sprachen. Die Gesamtauflage liegt bei etwa 2,5 Millionen Exemplaren“, so Rinschen in einem Begleittext zur Sonderausstellung im Sackmuseum.
Zusätzlich zu den zahlreichen Büchern werden auch Originalfotos aus Webers Wohnhaus in Nieheim gezeigt. Darüber hinaus Kupferdrucke mit Darstellungen aus dem Westfalenepos ‚Dreizehnlinden‘. Wer noch nicht mit den Werken Webers vertraut ist, dem stehen Leseproben zur Verfügung.
Die Öffnungszeiten bis Ende März 2014: Dienstag – Samstag:  14 bis 17 Uhr, Sonntag:  10 bis 17 Uhr, ab April: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Montag: geschlossen. Die offizielle Ausstellungs-Eröffnung findet im Rahmen einer Feierstunde am 5. April (Webers Todestag) statt.  Zu sehen sind die Exponate aber jetzt schon bis einschl. 27. April 2014 im Sackmuseum Nieheim, Wasserstr. 6. Infos über Tel. 05274-95 36 30

Unsere Straße – Serie in der WDR Lokalzeit Studio Bielefeld  -   Jetzt:  Wasserstraße in Nieheim
Eingetragen am 13.02.2014 15:22 Uhr
In jeder Straße findet Christian Saftig Menschen und Gebäude, die voller Geschichten stecken. Alle zwei Wochen besucht der WDR-Reporter mit seinem Kamerateam Ortschaften der Region OWL und zeichnet Alltag und Nachbarschaft in einer ausgesuchten Straße nach. In diesen Tagen war die neugestaltete Wasserstraße in Nieheim „Unsere Straße“, denn sie beherbergt u.a. das Sackmuseum im Haus Nr. 6. Reporter Christian Saftig war begeistert  von der einmaligen Atmosphäre, die von diesem Gebäude und vor allem von seinem Innenleben ausgeht. Aber nicht nur die umfangreiche Sacksammlung stand im Fokus seiner Berichterstattung; als besonderes Highlight fand vor dem Museumsgebäude ein (olympischer) Wettkampf der besonderen Art statt. Auf einem abgesteckten 20-Meter-Parcours vor dem Sackmuseum lieferten sich Museumsleiter Ulrich Pieper, Bürgermeister Rainer Vidal und der Präsident der Nieheimer Karnevalsgesellschaft ‚Olle meh‘, Erwin Nowak, einen spannenden Sackhüpf-Wettlauf. Dabei musste sogar das Zielfoto entscheiden. Sieger:  Ulrich Pieper.......der ist mit einem artistischen Hechtsprung hinter dem Ziel lang hingeschlagen.....praktisch über den eigenen Sack gestolpert.....aber egal, Hauptsache gewonnen!!! Dabeisein ist eben alles! Übrigens: 1904 in St. Louis war das Sackhüpfen eine olympische Disziplin.
Zu sehen am Montag, 17.2.2014 ab 19:30 Uhr im WDR Fernsehen, Studio Bielefeld. Ferner wurde die Katzen-Sammlung von NKG-Vize Josef Schunicht, ein Neubürger mit seiner Nußknacker-Sammlung in der ehemaligen Keramikscheune und die Fleischerei von Marion Krücke ins Kameravisier genommen.

Zurück an alter Wirkungsstätte – Mitarbeiter der RLW Steinheim im Sackmuseum
Eingetragen am 05.01.2014 11:11 Uhr
„Mann, hat sich das hier verändert!“ staunten einigen Mitarbeiter der Raiffeisen Lippe -  Weser AG (RLW) – Niederlassung Steinheim, als sie das Sackmuseum im alten Kornhaus in der Wasserstraße in Nieheim betraten. Insgesamt 27 Kolleginnen und Kollegen hatten anlässlich ihrer ‚Neujahrsfeier‘ hier im Sackmuseum Station gemacht. Sie waren von Holzhausen aus nach Nieheim gewandert und fanden auf der Museumsdeele eine Kaffeetafel vor, die Heike Mönikes, Ehefrau des Organisators, Dieter Mönikes, mit selbstgebackenem Kuchen und Gebäck reichhaltig bestückt hatte. Bei heißem Kaffee und Tee wurden auch alte Erinnerungen ausgetauscht, denn der eine oder andere unter ihnen hatte hier noch bis in die 90er Jahre Getreide, Tierfutter, Saatgut und Düngemittel in Säcken und Beuteln per Sackkarre oder auf dem Buckel geschleppt.  Die RWL ist Rechtsnachfolger der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft, von der der Heimatverein Nieheim das Gebäude erworben  und umfangreich saniert und renoviert hat.

Nun wollten die Gäste natürlich auch wissen, wie es in den Folgejahren an ihrem alten Arbeitsplatz weitergegangen ist. Museumsführer Gerhard Schütze erläutere die Umbauarbeiten zum Heimatmuseum und wie es letztendlich  zum „Sackmuseum“ kam. Mit Witz und Humor wurde dem erstaunten Publikum eine Power-Point Präsentation unter dem Titel: „So haben Sie das Thema Sack noch nie erlebt!“ vorgetragen, bevor eine ausgedehnte Führung in die Museumsräumlichkeiten in den oberen Stockwerken folgte. Auch hier kamen die Besucher aus dem Staunen nicht heraus. Obwohl viele von ihnen Tag täglich mit Säcken, Beuteln und Tüten beruflich zu tun haben, waren sie von der Vielfalt dieses ‚wohl ältesten Transportmittels der Menschheitsgeschichte‘ sichtlich angetan. „Wir sammeln alles, was Sack heiß!“ erläuterte der Museumsführer und so präsentiert er gleich zu Beginn den ’Wetten Sack‘ (vom ZDF), den mit Stroh gefüllten Bettsack, das Sackkleid, einen Aussteuersack, aber auch Schallplatten von Erna Sack und vieles mehr …! „Das hatten wir nicht erwarten!“, waren sich alle einig, als sie nach zweistündigem Aufenthalt ihre Wanderung in Richtung Entrup fortsetzten, wo bei einem deftigen Abendessen die Betriebsfeier in gemütlicher Runde ihren Ausklang fand.



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